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Zur interaktiven Bedeutung der komplementären Verfahren in der hausärztlichen Praxis

Martin Konitzer

Komplementäre Verfahren erfreuen sich steigender Wertschätzung sowohl bei nachfragenden Patienten als auch bei anwendenden Ärzten. Die allgemeinmedizinische Praxis ist statistisch der häufigste Anwendungsort dieser gemeinhin als «Naturheilkunde» bezeichneten Form ärztlicher Intervention. Bislang naturwissenschaftlich ausgerichtete Begründungsversuche werden aber dem Phänomen nicht gerecht. Vielmehr bedarf es einer dem aktuellen allgemeinmedizinischen Paradigma angemessenen Argumentation. Daher bemühen sich die Beiträge dieses Bandes um Interaktion, Psychodynamik, Pharmakosemiotik komplementärer Verfahren selbst wie auch um vorgeordnete methodologische Fragen mit der Absicht, das mögliche salutogenetische Potential der «Naturheilkunde» genauer zu beschreiben.
Aus dem Inhalt: G. C. Fischer: Aktuelle Situation, Einführung in die Thematik und Fragestellung - B. Jäger: Psychologische Determinanten der sog. Placebowirkung - H.-H. Abholz: Die Rechtfertigung des bewußten Einsatzes von Placebomedizin als therapeutisches Prinzip - O. Bahrs: Methodologische Überlegung zur Bedeutung komplementärer Verfahren in der Hausarzt-Patienten-Interaktion - R. Heiming: Medizinische Semiotik und der ärztliche Blick. Thure von Uexkülls Beitrag zu einer modernen Medizin - Chr. Hentschel: Eine vergleichende Studie zum Entscheidungsverhalten von Patienten - M. Konitzer: Empirischer Annäherungsversuch an die Semiotik und Psychodynamik des homöopathischen Simile - K. Kraft: Drei Jahre Qualitätszirkel Naturheilverfahren Bonn - Ein Erfahrungsbericht.