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Über Sprachhandeln im Spannungsfeld von Reflektieren und Benennen

Series:

Brigitte Döring, Angelika Feine and Wilhelm Schellenberg

Das Reflektieren und Benennen sowie ihr Zusammenspiel im sprachlichen Handeln sind Gegenstand der in diesem Band veröffentlichten Beiträge des 3. Textwissenschaftlichen Kolloquiums im September 1998 in Erfurt. Auf das Spannungsfeld von Reflektieren und Benennen wird aus synchronischer und diachronischer Sicht, kommunikations- und kognitions-linguistisch sowie komparatistisch Bezug genommen, wobei sowohl theoretische Konzepte als auch Einzeluntersuchungen zu Nominations- und Reflexionsvorgängen in Alltagskommunikation, Wissenschaft und Belletristik vorgestellt werden.
Aus dem Inhalt: Gerd Antos: Struktur- und Funktionswandel in der alltagsweltlichen Sprachreflexion - Rudolf Bentzinger: Aspekte der Nomination in der Flugschriftenliteratur der Reformationszeit - Brigitte Döring: Explikationen öffentlichen Sprachbewußtseins in der frühen Neuzeit - Alena Duricová: Benennungen in deutschen und slowakischen Fachtexten - Birgit Eichler: Möglichkeiten der Identifikation von fachlich gebundenen substantivischen Benennungen - dargestellt am Beispiel von Hausväterbüchern des 16. bis 18. Jahrhunderts - Angelika Feine: Zur Benennungsmotivation beim Gebrauch von Nominationsvarianten - Marek Gladysz: Zu Benennungsstrukturen in deutscher Literatur für junge Leser und in deren polnischen Übersetzungen - Jürgen Hartung: Antonomasie & Textkonstitution. Zur textkonstitutierenden Funktion motivierter Eigennamen in der Kurzprosa A. P. Cechovs - Werner Ingendahl: Theorie der Sprachreflexion. Ein Vorschlag zur Übersicht über Aufgaben schulischer Sprachreflexion - Christina Janz: Nominationseinheiten in der Metakommunikation - Edita Jurcáková: Die Sprache in den Märchen - Fritz U. Krause: Sprachkondensation zum 'allessagenden' Lautgestus - Ingwer Paul: Praktische Sprachreflexion - Malgorzata Plominska: Zur Textbedingtheit der Farbbezeichnungen in Mode- und Kosmetiktexten - Czeslawa Schatte: Phraseologismen als sekundäre Nomination in deutschen und polnischen literarischen Texten - Wilhelm Schellenberg: «Ein gelungener Satz ist wie ein gelungener Spielzug..» - Über sprachliches Reflektieren bei der Erzähltextgestaltung für junge Leser - Ute Seidel: «Wir haben die Wörter studiert und gemischt wie Drogen...». Brechts Nachdenken über Sprache in seiner politischen Lyrik - Inga Siegfried: Zur Normenproblematik bei Kinder- und Jugendbuchautoren - Peter Stein: Nähe oder Distanz? Zur Kreation und Integration von Neologismen beim Ausbau nicht verschrifteter Sprachen und Sprachvarietäten - Jochen Sternkopf: Die Muttersprache des erzgebirgischen Volkssängers Anton Günther - Bekenntnisse, Reflexionen und Umsetzungen - Lenka Vanková: Zu Frauenbenennungen in den frühneuhochdeutschen Kanzleitexten des Kuhländchens - Bernhard Weisgerber: Über das Verhältnis von Sprachproduktion und Sprachreflexion im alltäglichen, philosophischen und poetischen Sprachgebrauch - Urszula Zydek-Bednarczuk: Kognitive Aspekte der Nomination am Beispiel fachgebundener Lexik.