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Der Euro und die Folgen

Probleme und Perspektiven

Alfons Lemper

Die Einführung des Euro zum 1.1.1999 bringt nicht nur eine Fülle schwieriger und kostspieliger technischer Probleme mit sich, an deren Bewältigung allseits gearbeitet wird, sondern auch eine Reihe von Konsequenzen, die auf den ersten Blick nicht in Erscheinung treten, die gleichwohl für die Beurteilung des Gesamtprojektes «Europäische Währungsunion» (EWU) äußerst wichtig sind. Sie betreffen neben der prospektiven Stabilität der künftigen Währung und den Konsequenzen für die Kapitalanleger etwa Fragen nach den verbleibenden wirtschaftlichen Gestaltungsspielräumen für nationale Regierungen oder Tarifpartner, die Wahrscheinlichkeit eines innergemeinschaftlichen Finanzausgleichs oder Folgen für die Sozialstandards. Tiefgreifende Probleme ergeben sich auch für künftige Unternehmensmärkte. Die Lösung dieser - großenteils politischen - Probleme auf längere Sicht dürften für den Erfolg des Projektes EWU entscheidender werden als die bank- und bilanztechnischen Probleme, die derzeit meist im Vordergrund stehen.
Aus dem Inhalt: Erich Stoffers: Kann der Euro stabil sein? - Heinrich Frick: Der Euro - Risiken und Chancen unter besonderer Berücksichtigung der Anlegerinteressen - Dieter Claus: Der Euro - eine neue Kraft im Weltwährungssystem - Axel Sell: Möglichkeiten nationaler Beschäftigungspolitik nach Einführung des Euro - Peter Kalmbach: Tarifpolitik nach der Einführung des Euro: Neuland oder «Im Westen nichts Neues»? - Gerhard M. Feldmeier/Manfred M. Gößl: Der Euro - Herausforderung für Unternehmen und Märkte in einem sich verändernden Wettbewerbsumfeld - Marco Scharmer: Führt der Euro zu einem steigenden Transfervolumen in Europa? - Susanne Heidel: Wie beeinflußt der Euro die Sozialstandards in Europa?