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Literaturdidaktik und Ästhetik

Eine Didaktik der ästhetischen Umorientierung, dargestellt an Untersuchungen zur dramatischen Form

Jens Bause

Literaturdidaktik und Ästhetik. Zwei Begriffe, die seit der Loslösung von der bildungstheoretischen Tradition in den 60er Jahren mehr und mehr getrennte Wege gehen. Der Didaktiker durchdringt das Werk und stellt es anschließend in den Dienst seiner Diagnostik. Der Ästhet versucht es noch eine Weile zu separieren, um seiner Kontemplation nicht verlustig zu gehen - und stellt es, sich dem Anspruch der Nützlichkeit unterwerfend, am Ende doch wieder in den Dienst des Didaktikers. Literaturvermittlung bleibt in einer Mittel-Zweck-Logik gefangen.
Der Autor versucht diesen Kreislauf zu öffnen. An Verfahren einer modernen Dramenanalyse zeigt er, wie eine funktionale Ästhetik zum integrativen Motor von Literaturdidaktik wird. Praktische Unterrichtsbeispiele ergänzen die Abhandlungen.
Aus dem Inhalt: Über Sinn und Unsinn postmoderner Didaktik - Leistungen und Grenzen erfahrungsorientierten Unterrichtes am Beispiel Ingo Schellers «Szenischer Interpretation» - «Emilia Galotti» strukturalistisch untersucht - Didaktische Feldforschung zum «Woyzeck» - Das Geschichtsdrama als didaktisches Problem am Beispiel von «Wolok. Chaussee».