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Plädoyer für eine «sanfte» NATO-Osterweiterung

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Haus Rissen - Internationales Inst.

Die mit der NATO-Osterweiterung verbundenen Risiken könnten vermieden werden, wenn die Aufnahme neuer Mitglieder als eine Chance zur Neuorientierung der europäischen Sicherheitspolitik aufgefaßt werden würde. Gut geeignet wäre dafür die Anwendung der Konzeption der «strukturellen Angriffsunfähigkeit» in den neuen Mitgliedsländern. Eine solche «sanfte» Osterweiterung des Bündnisses würde entgegen den Befürchtungen eine militärische Verdünnung auf unserem Kontinent zur Folge haben. Sie würde darüber hinaus die Umgestaltung der Allianz einleiten und einen Impuls zur Herausbildung einer gesamteuropäischen Friedensarchitektur darstellen, die Verteidigungskosten neuer Mitgliedsländer vermindern, maßgeblich zur Überwindung der politischen und ökonomischen Teilung des Kontinents beitragen und die «Bedrohungs- und Isolationsängste» Rußlands gegenstandslos machen.
Aus dem Inhalt: Der Transformationsprozess und seine sozialen Kosten - Die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und die Bedrohungsszenarien für Osteuropa - Sicherheitspolitik ostmitteleuropäischer Staaten vor neuen Herausforderungen - Wirtschaftliche Westintegration und Sicherheit - NATO - Der Weg zur Erweiterung - Umfassende Sicherheitspolitik für Osteuropa - Defensivansatz - Ein sicherheitspolitischer Ausweg für Osteuropa?