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Buchillustration als Kunstform

Fritz Fischer zu E.T.A. Hoffmann und Jean Paul

Reinhard Heinritz

Buchillustration ist, trotz langer Tradition, heute eher bei einigen Bibliophilen als künstlerisches Genre anerkannt. Dieser ästhetische Anspruch ist das Thema der detaillierten Beiträge. Ihre Voraussetzung lautet: Illustrieren heißt einen Text interpretieren.
Ein Beispiel für eine solche textnahe Gestaltung ist der Zeichner Fritz Fischer (1911-1968), der sich mit einer Vielzahl von Autoren der Weltliteratur beschäftigt hat und zu den herausragenden Vertretern der Illustration nach 1945 gehört. Autoren wie E.T.A. Hoffmann und Jean Paul, für die er eine Vorliebe hatte, stehen im Mittelpunkt der einzelnen Aufsätze, die von grundsätzlichen Erwägungen begleitet werden. Kunst- und Literarhistoriker, Verleger und Künstler gehen den vielfältigsten Text-Bild-Beziehungen nach.
Aus dem Inhalt: Reinhard Heinritz: Einführung: Buchillustration als künstlerisches Genre - Karl Arndt: Beim Dichter und bei sich selbst. Fritz Fischer illustriert E.T.A. Hoffmanns Der Goldne Topf - Michael Knobel: Inspiration Hoffmann - aus der Sicht eines Zeichners und Illustrators - Birgit Löffler: Wuzische Fragmente - Identifikation und Illustration in Fritz Fischers Zeichnungen zu Jean Paul - Reinhard Heinritz: Dr. Katzenbergers Badereise - der Illustrator als Metaphoriker - Curt Visel: Tendenzen der Romantik-Illustration nach 1945 - Reinhard Heinritz: «Ein neues Organ den Dichter zu fühlen»? Ein Genre in der Diskussion.