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Semipräsidentielles Regierungssystem und institutionelle Effizienz im Prozeß der Transformation

Eine empirisch-systematische Studie am Beispiel Portugals von 1974 bis 1992- Herausgegeben von Horst Bahro

Horst Bahro

Auf der Grundlage des in Deutschland fast unbekannten, von Maurice Duverger geprägten Begriffs «Semipräsidentialismus» untersucht die Arbeit dessen Bedeutung für die Erklärung der revolutionären Transformation vom Salazar-Regime zur Demokratie in Portugal. Dazu werden auch die neuere Transitionsforschung und die Parteientheorie, besonders von Giovanni Sartori, kritisch herangezogen. Der historische Ablauf der politischen Entwicklung in Portugal vom Putsch des 25. April 1974 bis zur Konsolidierung des Parteiensystems im Jahre 1992 ist Gegenstand der ausführlichen empirischen Darstellung dieser Epoche. In der Analyse kommt der Verfasser zu dem Ergebnis, daß das semipräsidentielle Regierungssystem für den friedlichen Transitionsprozeß mit dem Präsidenten der Republik als eigenständigem Machtfaktor und in seiner Legitimitätskonkurrenz mit dem Parlament einen wesentlichen Beitrag geleistet hat.
Aus dem Inhalt: Begriff «Semipräsidentialismus» - Transitionsforschung - Parteientheorie - Putsch vom 25. April 1974 - Bewegung der Streitkräfte (MFA) - Revolutionsrat - Provisorische Regierungen - Verfassung von 1976 und ihre Revisionen - Verfassungsmäßige Regierungen - Präsident der Republik und Parteiensystem - pouvoir neutre.