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Das «dramatische Bild» als existentielle Exposition

In der deutschen Tragödie vom 17. bis 19. Jahrhundert

Anneliese Kuchinke-Bach

Diese Studie erörtert die Modalitäten des gattungsspezifischen dichterischen Bildes. Da Zeit als Verwirklichungsmedium von Dichtung mehrdimensional interpretierbar ist, kann ein 'technisches' Merkmal auch zum existentiellen werden. Unter diesem Gesichtspunkt steht die selektive Analyse deutscher Tragödien aus dreihundert Jahren, mit Ausblick auf die Entwicklung im 20. Jahrhundert. Diese führt u.a. von Typisierung (Barock) über Individualisierung (Goethezeit) zur Neutralisierung (Naturalismus) der Zeitproblematik. Methodisch ergibt sich eine Kombination von literatursystematischen mit ästhetischen und philosophischen Aspekten.
Aus dem Inhalt: Abstrahierende Erörterung gattungstypischer Merkmale in Verbund mit Zeitproblematik - Selektive Interpretation deutscher Tragödien vom 17. bis 19. Jahrhundert (u.a. Gryphius, Goethe, Büchner, Hauptmann, Brecht, Dürrenmatt).