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Die Buchkultur der Devotio moderna

Handschriftenproduktion, Literaturversorgung und Bibliotheksaufbau im Zeitalter des Medienwechsels

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Thomas Kock

Die Devotio moderna, eine der erfolgreichsten Reformbewegungen des ausgehenden Mittelalters, war schon bei den Zeitgenossen wegen ihrer Leistung in der Produktion und Verbreitung von Handschriften geistlicher Texte berühmt und wird in dieser Hinsicht auch heute noch vielfach mit der Reformation verglichen. In einer Verbindung von frömmigkeitsgeschichtlichen und buchwissenschaftlichen Fragestellungen und Methoden untersucht die Arbeit das Schriftengagement der Devoten nach Art, Ausmaß und Funktion und kommt dabei zu Ergebnissen, die das gewohnte Bild erheblich revidieren: Nicht für ein breites Laienpublikum waren ihre Handschriften bestimmt, sondern für den Eigenbedarf ihrer Konvente, die mit reichhaltigen Bibliotheken ein weitgespanntes Netz von Buch- und Lesegemeinschaften bildeten.
Aus dem Inhalt: Der Codex als Ware und Produkt asketischer Handarbeit – Aufbau und funktionale Differenzierung einer devoten Standardbibliothek – Die Rekonstruktion der Handschriftenbestände einzelner Konventsbibliotheken.