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Eine Himmelskarte aus der Eiszeit?

Ein Beitrag zur Urgeschichte der Himmelskunde und zur paläoastronomischen Methodik- Aufgezeigt am Beispiel der Szene in "Le Puits</I>, Grotte de Lascaux (Com. Montignac, Dép. Dordogne, Rég. Aquitaine, France)

Michael A. Rappenglück

Die interdisziplinäre Arbeit belegt erstmalig, daß die urgeschichtlichen Menschen schon seit dem Magdalénien (16000-10000 v. Chr.) ein tiefes und umfangreiches, bislang unvermutetes Wissen in der Himmelskunde und damit zusammenhängend auch in anderen Bereichen besaßen. Untersuchungen an einem vielschichtigen Felsbild in der Höhle von Lascaux (Frankreich) zeigen, daß die Menschen damals ein Bild ihres Kosmos an die Felswand zeichneten. In ihm drückten sie ihr Wissen über die Dinge zwischen Himmel und Erde symbolisch aus. Die komplexe Darstellung wird interdisziplinär erforscht. Eine neue integrale Methode faßt dazu Ergebnisse aus Archäologie, Astronomie, Ethnologie, Kartographie, Mythologie, Photogrammetrie, Religionswissenschaften, Semiotik und Symbolik zusammen. Die erstaunlichen Gedanken dieses präzise recherchierten Buches zwingen zu einem neuen Denken über die «Urgeschichte» der Wissenschaften und ihren Bezug zur Lebenswelt des Menschen.
Aus dem Inhalt: Himmelskunde im Eiszeitalter? - Die bisherigen Deutungen im Überblick - Informationen zur Höhle von Lascaux - Die Bilder im «Schacht» (Le Puits) - Die Untersuchung mittels naturwissenschaftlich-technischer Methodik - Die Szene: eine ins Bild gesetzte Himmelskunde? - Raum-Zeit «ins Bild gesetzt» - Eine urtümliche Kosmographie in der Szene - Schamanistische Kosmographie - Die Höhle als Abbild des Kosmos.