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Rousseauismus

Naturevangelium und Literatur

Jürgen Söring and Peter Gasser

Gegenstand der in diesem Band publizierten Vorträge ist die - unter literaturwissenschaftlichem, ideengeschichtlichem, aber auch feministischem Blickwinkel gestellte - Frage nach der Wirkung, der Verbindlichkeit und dem Geltungsanspruch jenes im Zeichen Rousseaus in Gang gesetzten Naturdiskurses, dessen oft genug zweideutige Implikationen an prägnanten Beispielen des Dichtens und Denkens vom 18. bis 20. Jahrhundert entfaltet und in ein hoffentlich klärendes Licht gerückt werden.
Aus dem Inhalt: Jürgen Söring: 'Natürliche Dialektik' - Von den Kehrseiten Rousseaus - Nicolas Bonhôte: Qu'est-ce que la nature chez Rousseau? Peut-elle être totalitaire? - Jacques Berchtold: L'impossible virginité du jardin verbal. Les leçons de la nature selon la Lettre IV, 11 de La Nouvelle Héloïse - Wolfgang Proß: «Le doux sentiment de l'existence» - Rousseaus Daseinsbegriff und die deutsche Tradition - Helmut J. Schneider: Selbsterfahrung zu Fuss. Spaziergang und Wanderung als poetische und geschichtsphilosophische Reflexionsfigur im Zeitalter Rousseaus - Verena Ehrich-Haefeli: Natur und Weiblichkeit: Zur Ausarbeitung der bürgerlichen Geschlechterideologie von Rousseau bis zu Schiller - Bernhard Böschenstein: Rousseau und die deutschen Dichter um 1800.