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Interdisziplinäre System-Bildung

Eine Aktualisierung bildungstheoretischer Ansätze mit Musterbeispielen, empirischen Studien und Implementationsstrategien

Wilhelm Walgenbach

Wie kann man auf einen Menschen dergestalt einwirken, daß er sich in Freiheit selbst bestimmt? Zur Lösung dieses um 1800 formulierten «pädagogischen Grundproblems» (Luhmann/Schorr) suchte die Bildungstheorie nach elementaren Mitteln für Selbsttätigkeit. Eine Aktualisierung und Modernisierung erfolgt hier über die Konstruktion heuristischer Mittel, die aufgrund ihrer metatheoretischen Grundlegung Selbstreflexion anregen. Mit empirischer Forschung verbundene Praxisbeispiele sollen zeigen, wie interdisziplinäre Systembildungen mit diesen Mitteln System-Bildung ermöglichen.
Das Buch wendet sich an Bildungstheoretiker und -praktiker sowie an Wissenschaftler, Künstler und Mitarbeiter in soziokulturellen Projekten, die Wissen über Wissen (Erkenntnistheorie) für die bewußte Gestaltung fächerübergreifender Arbeiten nutzen wollen.
Aus dem Inhalt: Die Kategorie Selbsttätigkeit und das pädagogische Grundproblem – Die Theorie der Kategorialen Bildung: Suche nach elementaren Mitteln – Aktualisierung: Wissenschaft und Kunst aus heuristischer Sicht (Heuristikforschung) – Systembildung als hochentwickelte menschliche Tätigkeit (Tätigkeitstheorie/Konstruktivismus) – Selbsttätigkeit vs. Selbstorganisation, Kausalität vs. Wechselwirkung, Atomismus vs. Holismus – Heuristische Mittel und Methoden ihrer Entwicklung – Offene Heuristik für eine systemische Gestaltung von Bildung – Praxisbeispiele: Interdisziplinäre Projekte – Explorative Studien: Bildungstheorie und Empirische Forschung – Empirische Methoden als Mittel der Selbsttätigkeit (Semantische Netzwerke/Repertory Grids/Dialogische Forschung/Bildungsexperimente)/Implementationsstrategien: Heuristische Curriculumentwicklung in Computernetzwerken – Kritische Einordnung: Bildungstheorie – Paradigma – Selbstorganisation – Lehr-Lern-Forschung.