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Theologie in der Universität aus rechtlicher, theologischer und wissenschaftstheoretischer Perspektive

Hans-Georg Babke

Hat die protestantische Theologie zu Recht einen Platz in der staatlichen Universität? Ihre Kirchenbezogenheit sowie ihr unausweisbarer Gegenstand machen sie verdächtig, keine Wissenschaft im Sinne des Grundgesetzes zu sein. Verstärkt wird dieser Verdacht durch die Intensivierung der kirchlichen Einflußrechte auf die theologischen Fakultäten in den Staatskirchenverträgen der neuen Bundesländer und das Lehrbeanstandungsverfahren gegen den Göttinger Theologen Lüdemann. Der Verfasser betont emphatisch den von der evangelischen Theologie erhobenen Unabhängigkeitsanspruch der evangelischen Theologie von der verfaßten Kirche. Die Frage nach einem verbindlichen Wissenschaftsbegriff wird über die wahrheitstheoretische Diskussion in der Gegenwartsphilosophie beantwortet. Es werden Kriterien für einen Mindestbegriff von Wissenschaft formuliert, denen sich auch die Theologie unterwerfen muß, wenn sie in Zukunft ihren universitären Ort behaupten will.
Aus dem Inhalt: Das Staat-Kirche-Verhältnis von der Reformation bis zur Gegenwart und die Stellung der theologischen Fakultäten – Weltanschauliche Neutralitätspflicht des Staates, Wissenschaftsbegriff des GG und institutionelle Verbindungen zwischen Staat und Kirche im Streit rechtsdogmatischer Positionen – Wahrheit und Wissenschaft – Verbindliche Wissenschaftskriterien; Überprüfung theologischer Entwürfe.