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Geleitete Leben

Pädagogische Studien zum Bildungs- und Entwicklungsroman- Teil I: Figuren und Strukturen

Paul Ludwig Sauer

Die herkömmliche Bezeichnung für den Gehalt der spezifischen Romangattung legt es nahe, erneut eine Beziehung zu stiften zwischen Literaturwissenschaft und wissenschaftlicher Pädagogik. Fiktive und «historische» (= autobiographische) Texte werden befragt nach ihren Aussagen über «Leben im Geleit». Und umgekehrt dient der Bildungs- und Entwicklungsroman als regulative Idee für die pädagogische Theoriebildung der Gegenwart. Nicht so sehr um neue Interpretationen der relevanten Romane geht es, als um eine kritische und handlungsorientierte Durchsicht. Enthält doch dieses literarische Genre mit seinen bekenntnishaften Implikationen Defizite und ideologiebestimmte Irritationen. Aber: Gerade hier können Irrtümer produktiv sein!
Aus dem Inhalt: Hat Wilhelm Meister keine Schwestern? – Väter, Vaterlosigkeit und Ersatzväter – Das Bürgertum und sein Paradigma: Der Kaufmannssohn – Bäuerliche Lebenswelten: Jeremias Gotthelf und die Folgen – Utopische Gehalte.