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Goethe

Vorgaben. Zugänge. Wirkungen

Wolfgang Stellmacher and László Tarnói

Die hier vereinigten Studien von Autoren, die aus verschiedenen Ländern kommen, unterschiedlichen Generationen angehören und verschiedenartigen Wissenschaftstraditionen verpflichtet sind, wollen das große poetische und kunsttheoretische Werk Goethes als Resultat einer kritischen und schöpferischen Aufnahme von Vorgaben vieler europäischer Völker verstehen. Andererseits wird gezeigt, wie das Schaffen Goethes seinerseits die Mitwelt und die Nachwelt länderübergreifend immer wieder angeregt und gefördert hat. Der Band beinhaltet Untersuchungen zum poetischen und poetologischen Werk Goethes aus allen Schaffensphasen. Dazu kommen Fallstudien zur Goethe-Rezeption in Österreich, Ungarn, Deutschland und Rußland.
Aus dem Inhalt: Wolfgang Stellmacher: Goethe, die Volkspoesie und die Folgen – Magdolna Orosz: Der ‚naive‘ Dichter Goethe? Vom Nutzen und Nachteil von Etiketten – Hildegard Benning: Heftige Leidenschaften und schöne Proportionen. Poetologisches zur Entstehung des Autonomiekonzeptes der Weimarer Klassik – Tadeusz Namowicz: Goethe und die europäische Malerei – Árpád Bernáth: Goethe und das Göttliche – Michael Niedermeier: Moderne Zeiten. Goethe und das aufkommende Maschinenwesen – Thomas Frantzke: Die Wirkung von Goethes Singspielen auf die Dichtung der Zeit – Pierre Béhar: Goethe und die Barockdramatik. Eine mögliche Quelle zu «Iphigenie auf Tauris» – Olaf Reincke: Goethes Roman «Wilhelm Meisters Lehrjahre» und die Problematik des Kunstdilettanten – Márta Baróti-Gaál: Erinnerung und Ahnung in «Wilhelm Meisters Lehrjahre» und «Heinrich von Ofterdingen» – Wilhelm Droste: Heilig nüchternes Wasser. Eifer-Sucht und Gestaltung bei Goethe und Hölderlin – Judit Domány: Begegnungen und Bezugnahmen. Goethes «Dichtung und Wahrheit» und E. T. A. Hoffmanns «Kater Murr» – László Tarnói: Goethe und Ungarn. Begegnungen und Bilder. Versuche einer rezeptionshistorischen und imagologischen Bilanz – Gábor Kerekes: Der österreichische Goethe – Jürgen Lehmann: Rezeption als Aneignung. Goethes «Faust» in der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts – Péter Varga: Das Goethe-Bild der Juden – Rozália Bódy Márkus: Die Goethe- und Schiller-Rezeption in den Pest-Ofener «Gemeinnützigen Blättern» (1811-1845) – Annemarie Magelett: Die Berliner Goethe-Feier 1849 – Katalin Árkossy: Goethe in ungarischen Schulbüchern. Zur Goethe-Rezeption im ungarischen Deutschunterricht von 1883-1945 – Imre Kurdi: Der «klassische Mensch» und der «Barbar». Goethe und Kleist - mit Gundolf gelesen – Isabella Kesselheim: Dichterfürst und Magier. Goethe-Dramen in der Inszenierung von Max Reinhardt. Ein Mosaik – Antal Mádl: Goethe-Irritation bei Thomas Mann – Gabriela Rácz: Goethe-Rezeption bei Arnold Zweig – Wolfgang Höppner: «Der Kampf um das neue Goethe-Bild». Zur Goethe-Rezeption in der Berliner Germanistik des Dritten Reiches – Endre Hárs: Goethe-Zeit und Poststrukturalisten. Überlegungen zu einer Episode in Goethes Rezeptionsgeschichte – Werner Biechele: Umfang und Grenzen der Vernunft. Vom Spiel mit dem Prometheus-Mythos in Texten von Gegenwartsautoren – Anke-Marie Lohmeier: Goethes «Wahlverwandtschaften» im Film der Brüder Taviani (1996).