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Technik und Bildung

Eine systematisch-problemgeschichtliche Rekonstruktion bildungstheoretischer Konzeptionen technischer Bildung in Ost- und Westdeutschland im Zeitraum von 1945-1965

Olaf Kos

Sucht man in der Erziehungswissenschaft des Nachkriegsdeutschlands nach bildungstheoretischen Analysen, die die Interdependenzen zwischen Naturwissenschaft, Technik, Pädagogik und den anderen Praxisbereichen menschlichen Handelns in einem systematisch-problemgeschichtlichen Diskurs thematisieren, so sind derartige Untersuchungen eher die Ausnahme. Wenn es sie gibt, dann stehen die Konzeptionen wegen ihrer unterschiedlichen philosophischen, bildungstheoretischen und bildungspolitischen Wurzeln oft in einer wenig fruchtbaren Konkurrenz zueinander. Nach der Vereinigung der beiden deutschen Nachkriegsstaaten kommt es darauf an, die entwickelten Konzepte auf ihre Leistungen und Grenzen hin zu untersuchen, um einen pädagogischen Diskurs zu beginnen, der mit Blick auf die beginnende europäische Ost-West-Integration international anschlußfähig ist. Die Abhandlung vergleicht deshalb erstmals ausgewählte theoretische Konzepte technischer Bildung, die in der DDR und der BRD im Zeitraum von 1945 bis 1965 entwickelt worden sind. Im Zentrum der problemgeschichtlichen Rekonstruktion und Analyse stehen die Ansätze von T. Litt, E. Fink, W. Reischock und H. Frankiewicz.
Aus dem Inhalt: Verhältnisbestimmung von neuzeitlicher Wissenschaft, moderner Technik und Kultur als Problem pädagogischer Forschung - Zu einigen Entwicklungslinien technischer Bildung in Ost- und Westdeutschland und ihren bildungstheoretischen Problemstellungen - Antinomie moderner Menschenbildung - Technische Bildung als Selbsterkenntnis - Grundansätze polytechnischer Bildung in der DDR.