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Durchgeistete Natur

Ihre Präsenz in Goethes Dichtung, Wissenschaft und Philosophie

Alfred Schmidt and Klaus-Jürgen Grün

Die Herausgeber und Autoren des Buches lassen sich von der Idee leiten, daß Goethes Blick auf die Natur den starren Gegensatz von Geist und Stoff nicht anerkennt. Das Wesen der Natur ist weder durch bloße Empirie noch rein begrifflich zu erfassen. Die Frage nach der Natur erschließt die Universalität von Goethes Denken. Ihr will die Auswahl der Themen gerecht werden.
Der Band vereinigt die überarbeiteten, auch erweiterten Vorträge des Wissenschaftlichen Festivals vom 7.-9. Mai 1999 anläßlich des 250. Geburtstags Goethes, die im Kasino des neuen Universitäts-Areals der Universität Frankfurt am Main gehalten worden sind. Die Sammlung wurde vervollständigt durch einige Beiträge von Autoren des Wissenschaftsmagazins Forschung Frankfurt der Universität Frankfurt am Main vom April 1999.
Aus dem Inhalt: Werner Meißner: Gekürzte Eröffnungsrede zum Wissenschaftlichen Festival Durchgeistete Natur am 07. Mai 1999 – Alfred Schmidt: Die Natur im Dichten und Denken Goethes – Gernot Böhme: Goethes Farbenlehre als Paradigma einer Phänomenologie der Natur – Fritz Siemsen/Norbert Stützle: Goethe und der Elektromagnetismus: Im Anfang war die Tat – Wolf Singer: Goethe - ein Konstruktivist? – Ralph-Rainer Wuthenow: Natur in Goetheschen Gedichten – Viktor Sarris: Goethes Farbenlehre aus heutiger wahrnehmungspsychologischer Sicht – Dorothea Kuhn: Die Idee der Morphologie bei Pflanzen und Tieren – Horst-Werner Korf/Gerhard Storch: Goethes Entdeckung des Zwischenkieferknochens und seine Wirbeltheorie des Schädels – Klaus-Jürgen Grün: Goethe und Darwin - War Goethe ein Evolutionstheoretiker? – Georg Zizka: Goethe und die Botanik – Morphologie im Wandel der Zeit – Wolfgang Schad: Goethes Zeitauffassung und die heutige Heterochronieforschung – Gerald Kreft: Ornament und Programm: Zur Ästhetik der Goethe-Zitation bei jüdischen Neurowissenschaftlern in Frankfurt am Main – Helmut Gebelein/Erich-Walter Grabner: Chemie und Alchemie in Goethes poetischen und wissenschaftlichen Werken. Versuche zum Anschauen und Begreifen – Christian-Dietrich Schönwiese: Wolken und Witterung aus der Sicht Goethes und heute - «Ein Angehäuftes, flockig löst sich’s auf» – Ulrike Kienzle: Des Menschen Stimme und die Unendlichkeit der Musik. Goethes anthropologische «Tonlehre» – Jörg Villwock: Die Weile der Ewigkeit - Goethe und das kosmische Naturverständnis der Griechen – Martin Trömel: Über Goethe hinaus? Goethe und die moderne Naturwissenschaft – Klaus Jeziorkowski: Der poetisch-philosophische Naturbegriff Goethes – Heinrich Schipperges: Goethe und die Kunst zu leben – Helmut Siefert: Goethe und die Medizin – Thomas Görnitz: Goethe - Künstler, Naturforscher und philosophischer Denker - auch heute ein inspirierender Partner – Walter G. Saltzer: Goethe - Naturwissenschaft, Kunst und Welterleben komplementär.