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Flucht und Dissidenz

Außenseiter und Neurotiker in der Deutschschweizer Literatur

Zygmunt Mielczarek

Dieser Band ist eine aus verschiedenen Perspektiven unternommene Annäherung an das Phänomen der Dissidenz in der Deutschschweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Beiträger aus der Schweiz, den USA, aus Deutschland, Holland und Polen lassen Denkfiguren und Erscheinungsformen der Außenseiter erkennen und geben Einblicke in ihr Selbstverständnis. Die Auswahl der untersuchten Werke reicht von Glauser und Vetsch über Gwerder, Hohl, Brambach bis hin zu Geiser und Nizon. Ein Augenmerk gilt auch dem Expressionismus als einer literarischen Opposition im Abseits der offiziellen Schweiz sowie den Kauz-Gestalten bei Federspiel. Die Fallstudien werden durch Einleitung, Auswahlbibliographie, Sach- und Namenregister ergänzt.
Aus dem Inhalt: Martin Stern: Expressionismus. Literarische Opposition im Abseits der offiziellen Schweiz - Rolf Kieser: Et in Arcadia ego: Friedrich Glausers Randfiguren und ihr verlorenes Paradies - Charles Linsmayer: Ein Prophet, der von seinem Volke nicht erkannt wurde? Der Schweizer Utopist Jakob Vetsch und sein Roman Die Sonnenstadt - Christoph Siegrist: Ihm war auf Erden nicht zu helfen: Alexander Xaver Gwerder - Jürgen Egyptien: Der Künstler als Märtyrer und die Kathedrale der Kunst. Zum Prosawerk von Kuno Raeber - Jattie Enklaar: Ludwig Hohl: Zur Hoffnung des Tragischen - Romey Sabalius: Von Irren und Normalen - Über die beängstigende Un/Normalität des Alltags in der Kurzprosa von Jürg Federspiel - Zygmunt Mielczarek: Randständige Realitäten und Formen der Freiheit bei Rainer Brambach - Dietmar Jacobsen: «Gruppenbild bürgerlicher Verstörtheit mit lächelndem Kind». Christoph Geiser und die Außenseiter-Thematik in Kahn, Knaben, schnelle Fahrt - Daniel Rothenbühler: «Er ist, was er ist». Das Erhabene des Erwerbslosen bei Jörg Steiner, Paul Nizon und Eleonore Frey.