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Die SPD und Israel

Von der Großen Koalition 1966 bis zur Wende 1982

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Sabine Hepperle

Die westdeutsche Israel- und Nahostpolitik war von Beginn an durch eine Gratwanderung zwischen historisch-moralischen Verpflichtungen und realpolitischen Interessen geprägt. Standen die deutsch-israelischen Beziehungen stets im Schatten der NS-Vergangenheit, kennzeichneten die deutsch-arabischen Beziehungen besonders energiepolitische und ökonomische Faktoren. Wie gerade die traditionell israelfreundliche SPD dieser Herausforderung auf Regierungs- und Parteiebene gerecht wurde, ist das zentrale Thema der Arbeit. Anhand der Auswertung bislang unveröffentlichter Quellen des SPD-Parteiarchivs gelang der Autorin eine umfassende Darstellung sozialdemokratischer Israel- und Nahostpolitik. Ereignisse wie parteiinterne Richtungskämpfe, die Ölkrise 1973, die innerdeutschen Debatten um die Verjährung von NS-Morden oder der umstrittene Export von Leopard-II Panzern an Saudi-Arabien prägten nicht nur die Israel- und Nahostpolitik der sozialliberalen Ära, sondern auch die Entwicklung der Beziehungen zu Israel und zur arabischen Welt bis in die Gegenwart. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt gewinnt diese Arbeit besondere Aktualität, da in Deutschland und Israel erneut sozialdemokratische Parteien an der Macht sind.
Aus dem Inhalt: Zwischen Geschichtspolitik und Realpolitik – Der Sechstagekrieg 1967 – Die Geiselaffäre in Jordanien 1970 – Das Olympia-Attentat 1972 – Der Oktoberkrieg und die Ölkrise 1973 – Die Israel- und Nahostpolitik im Rahmen der EG – Die SPD und Israel in der sozialliberalen Ära – Die Palästinenserfrage als Störfaktor im deutsch-israelischen Verhältnis – Die Bedeutung der Camp David Abkommen – Leopard II-Panzer für Saudi-Arabien – Die Begin-Schmidt-Kontroverse 1981.