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Partitivität und Indefinitheit

Die Entstehung und Entwicklung des indefiniten Artikels in den germanischen und romanischen Sprachen am Beispiel des Deutschen, Niederländischen, Französischen und Italienischen

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Marion Presslich

Im Gegensatz zum definiten Artikel wurde dem indefiniten Artikel ein in den europäischen Sprachen weniger Beachtung geschenkt. Sein Ursprung aus dem Zahlwort und sein relativ spätes Auftreten im Vergleich zum definiten Artikel weist auf eine anfangs «nicht-artikelartige» Bedeutung hin. Somit besteht in frühen Sprachstufen noch keine Opposition zwischen beiden Artikelformen. Diese Arbeit entwickelt eine für die germanischen und romanischen Sprachen gleichermaßen anwendbare sprachinterne Theorie, die die Entstehung und Entwicklung des indefiniten Artikels beschreibt und zudem bereits bestehende Forschungsergebnisse integriert. Im Rahmen der Universalienforschung wird von allgemeinen Konzepten, wie der Partitivität bzw. der Teil-Ganzes-Relation ausgegangen, mit der die Artikelfunktionen und damit auch die Entwicklung des indefiniten Artikels beschrieben werden können. Am Beispiel des Deutschen und Niederländischen einerseits und des Französischen und Italienischen andererseits wird die Theorie, gestützt durch umfangreiche empirische Studien, dargestellt.
Aus dem Inhalt: Der Forschungsstand zur Artikelentstehung und -entwicklung – «Grenzbezogenheit» als Basiskategorie – Die Entwicklung des indefiniten Artikels aus dem Zahlwort eins als eine universale sprachliche Erscheinung – Referentialität und Artikelfunktion – Eigene Überlegungen zur Artikelentstehung – Empirischer Teil z.B. «Die Entwicklung des indefiniten Artikels im Mittelfranzösischen».