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Lehrerflucht aus SBZ und DDR 1945-1961

Dokumente zur Geschichte und Soziologie sozialistischer Bildung und Erziehung

Ingrid Möslein-Hohmann

Bis zum Mauerbau im August 1961 verließen schätzungsweise über 20'000 Lehrer und Erzieher die sowjetisch besetzte Zone bzw. die Deutsche Demokratische Republik. Die Motive zur Flucht waren unterschiedlich, doch spielten die Unzufriedenheit mit dem schulischen System und erzieherischen Alltag wohl die Hauptrolle.
In dieser Dokumentation werden erstmals «Abschiedsbriefe» «republikflüchtiger» Pädagogen den Urteilen und Analysen von Schulleitern und -räten, vorgesetzten Behörden sowie des Berliner Ministeriums für Volksbildung gegenübergestellt. Insbesondere das umfangreiche statistische Material aus den fünfziger Jahren zeigt die Entwicklung der Fluchtbewegungen. In einer umfassenden Einleitung zeichnet der Autor die Geschichte des DDR-Schulwesens von den Anfängen bis 1961 anschaulich nach. Mit den zahlreichen und bisher weitgehend unveröffentlichten Dokumenten wird ein inzwischen fast ganz vergessenes Kapitel der Geschichte der Pädagogik und zugleich einstiger deutsch-deutscher Wirklichkeit in Erinnerung gerufen.
Aus dem Inhalt: Die Flucht von Lehrern und Erziehern aus der sowjetisch besetzten Zone bzw. der DDR vor dem Mauerbau – «Abschiedsbriefe» «republikflüchtiger» Pädagogen, Urteile und Analysen von Schulleitern, vorgesetzten Behörden und des Ministeriums für Volksbildung – Geschichte des Schulwesens der DDR bis 1961 – Zahlreiche, bisher unveröffentlichte Dokumente.