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Tod in der Liebe – Liebe im Tod

Untersuchungen zu Wolframs "Titurel</I> und Gottfrieds" Tristan</I> in Wort und Bild

Uta Drecoll

Die Arbeit vergleicht Wolframs von Eschenbach Titurel mit Gottfrieds von Straßburg Tristan in den übergreifenden Schlüsselmotiven «Liebe» und «Tod». Es wird eine neue Interpretationsmethode vorgestellt. Die bildhaften Texte veranlassen die Autorin, typologische und ikonographische Bezüge zur Bildenden Kunst zu entdecken, insbesondere von Illustrationen mittelalterlicher Handschriften und der Sakral- und Sepulkralkunst. Dazu tritt eine subtile Texterschließung unter Einbeziehung älterer Themenvorbildungen sowie antiker und biblischer Quellen. Der Titel der Arbeit erweist sich als präzise Formel des Untersuchungsergebnisses: Während bei Gottfried die Liebe den Tod als integrales Element umschließt, verwirklicht sich bei Wolfram die Liebe erst im Tod.
Aus dem Inhalt: Gegenseitige Bedingung von «Liebe» und «Tod» – Bild- und Textentsprechungen in mittelalterlichen Handschriften und in der Bildenden Kunst – Gottfrieds «êweclîchez sterben» und Wolframs «slôzlîche bande» – Vertikale und zyklische Strukturen der Erkenntniswege.