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Medizinische Humanexperimente der japanischen Truppen für biologische Kriegsführung in China 1932-1945

Till Bärnighausen

Die Arbeit beschreibt die Geschichte der Humanexperimente der Militärärzte der japanischen Truppen für biologische Kriegsführung während des chinesisch-japanischen Krieges und des Zweiten Weltkrieges. Die Humanexperimente sollten der Entwicklung biologischer Waffen dienen: Bakterien, Viren und Toxine wurden auf ihre Tauglichkeit als Waffen im Angriff hin untersucht und es wurde begonnen, Impfstoffe zum Schutz der eigenen Truppen zu entwickeln. Neben zahlreichen chinesischen und japanischen Quellen wurden in der Arbeit amerikanische Geheimdienstdokumente der National Archives in Washington, D.C., in Suitland, Maryland und College Park, Maryland, sowie der Library of Congress in Washington untersucht. Versuchsprotokolle der Humanexperimente, die japanische Ärzte nach dem Zweiten Weltkrieg amerikanischen Agenten aushändigten, werden hier das erste Mal kritisch ausgewertet.
Aus dem Inhalt: Die Protagonisten der japanischen Truppen für biologische Kriegsführung – Die Geschichte der Hauptschauplätze der Humanexperimente: das Institut für Epidemienprävention in Tokio, die Zhongma-Stadt in Beiyinhe und die Truppe 731 in Harbin, China – Inhalt, Sinn und Sinnlosigkeit der Humanexperimente.