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Komik der Renaissance- Renaissance der Komik

Unter Mitarbeit von Sabine Strickrodt und Alexandra Stanislaw-Kemenah

Barbara Marx

Der Tagungsband thematisiert die Verbindung mentalitätsgeschichtlicher Lachkulturen der Romania mit den speziell in der italienischen Renaissance und in der Moderne Italiens entwickelten Praktiken des komischen Diskurses. Die Gattungen Novellistik, Komödie, Ritterepos, Briefliteratur, Mythos, Roman und Literaturtheorie werden dabei auf ihre sozialgeschichtliche Reflexivität befragt. Die Beiträge verfolgen die Entwicklung vom karnevalesken Ausnahmezustand des Komischen hin zur Autonomie einer parodistischen Dekonstruktion des Imitatio-Begriffs. Komikeffekte werden zum Instrument der Reflexion über kommunikative und gesellschaftliche Normgebungen von der Renaissance bis zum italienischen Faschismus.
Aus dem Inhalt: Barbara Marx: Komik der Renaissance: Renaissance der Komik. Eine Einleitung – Elisabeth Arend: Das Lachen angesichts des Scheiterhaufens. Zum Lachen im Decameron – Günter Berger: Ruzantes Parlamento: Komik, Lachen und Differenz der Mentalitäten – Susanne Kleinert: Komik und Groteske in den Novellen von Grazzini – Claudia Ortner-Buchberger: Formen und Funktionen des Komischen in den Libri di lettere des Cinquecento – Christoph Hoch: «De abuso poetico» oder warum sind Centonen komisch? – Barbara Kuhn: Komik und Parodie in den Variationen eines Mythos. Zur Gestaltung des Kirke-Mythos bei Giovan Battista Gelli und Giordano Bruno – Axel Schönberger: «Amor vincit omnia»: zur parodistischen Darstellung der Liebe christlicher Ritter zu moslemischen Frauen in der Ritterepik des 16. Jahrhunderts – Immacolata Amodeo: Die Stellung des Komischen in Francesco De Sanctis’ Storia della letteratura italiana – Martin Neumann: Beim Wort genommen: Don Juan in Sizilien – Daniel Reimann: «La grande etica della latinità». Gaddas Cicero-Parodie in San Giorgio in casa Brocchi.