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«Ich, Michel Pehn». Zum Kunst- und Rollenverständnis des meisterlichen Berufsdichters Michel Beheim

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Friederike Niemeyer

Michel Beheims Schaffen, seine Lieder und Chroniken, wurde bislang vorwiegend unter medialen Gesichtspunkten oder als historische Quelle untersucht. Die größte Faszination übte jedoch der Autor selbst aus, ein Berufsdichter am Übergang vom Sangspruch zum Meistersang. Diese Studie verbindet solch eine biographische Perspektive mit einer werkimmanenten und gattungsgeschichtlichen Untersuchung der Lieder, gibt es doch eine Fülle von Ich-Aussagen – gipfelnd in dem provokanten Ich, Michel Pehn – und läßt sich das Werk gut chronologisch einteilen. Trotz der starken Rollengebundenheit der Selbstaussagen kann die Autorin deutliche Schwerpunktverlagerungen in der Ich-Darstellung und der Kunstauffassung ausmachen. Der Dichter reagiert demnach auf seine veränderte Position in der Gesellschaft mit einer je anderen Präsentation des textimmanenten Sängerautors.
Aus dem Inhalt: Dichten wird zum Beruf. Eine Biographie in drei Phasen – Abschied von der Minne – Funktionsverlagerung von den Liebesliedern zu den Kunstliedern – Rollenexperimente in den Kunstliedern – Die sogenannten autobiographischen Lieder.