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Neuseeland und die Wahrnehmung seiner außenpolitischen Interessen 1856-1972

Das Phänomen der Unabhängigkeit in der Abhängigkeit

Rolf Pfeiffer

Die Untersuchung der Auseinandersetzung Neuseelands mit der Welt fernab seiner Küsten bis zum gefürchteten EWG-Beitritt des Haupthandelspartners Großbritannien enthüllt eine imposante Erfolgsgeschichte. Nicht zuletzt durch die geschickte Ausnutzung der aus der geringen Größe und Schwäche ihres Gemeinwesens hervorgehenden – von Analysten indes häufig unterschätzten – Vorteile sollte den Neuseeländern der Aufbau einer wohlhabenden und gegen ernsthafte externe Bedrohungen wirksam geschützten Gesellschaft gelingen. Die Regierenden in Wellington bewiesen zudem fast immer ein beeindruckendes Talent bei der Aufgabe, sich die Dienste Großbritanniens und der USA, der Garanten neuseeländischer Prosperität und insbesondere Sicherheit, zu einem äußerst günstigen Preis zu sichern.
Aus dem Inhalt: Britisch-neuseeländische Beziehungen vor 1914 – Neuseeland und der Erste Weltkrieg – Die außenpolitische Praxis der bürgerlichen Regierungen in der Zwischenkriegszeit – Die «neue» Außenpolitik der ersten Labour-Regierung – Neuseeland als Musterverbündeter im Zweiten Weltkrieg – Die Nachkriegszeit: ANZUS-Pakt, Suez-Krise, Vietnam-Krieg, britischer EWG-Beitritt.