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«unbehaust»?

Die Thematik des Topos in Werken wenig(er) bekannter DDR-Autorinnen der siebziger und achtziger Jahre- Eine feministische Untersuchung

Anne Lequy

Ziel dieser Studie ist es, dem «Unbehaustsein», das den wenig und weniger bekannten DDR-Schriftstellerinnen anhaftet, entgegenzuwirken. Texte von über 50 Autorinnen werden auf ihre toposrelevanten Gehalte hin untersucht. Diese Frauen wußten sich sehr wohl im literarischen Leben einzurichten; ihr Platz innerhalb der Literatur ist allerdings nicht mit konventionellen Mitteln zu finden, sondern erfordert neue Blickwinkel. Interpretationsmethoden aus der feministischen Literaturwissenschaft kommen hierbei zur Anwendung: die feministische Kritik des Ortes, die Standpunkttheorie und die Differenzanalyse. Mit ihrer Hilfe werden wesentliche Leitmotive aufgezeichnet – der Entstehungsort der Literatur, der in die Literatur transportierte reale Ort, der erdachte und erträumte Ort, das spannungsgeladene Bild der Vergangenheit, die von Fremdbestimmung geprägte Gegenwart und die in den Texten umrissene Zukunftsvision. Eine umfangreiche Biobibliographie im Anhang gibt detaillierte Hinweise auf weiterführende Literatur zum Thema.
Aus dem Inhalt: «Vagabundinnen, Grenzgängerinnen und Überläuferinnen» – Ortsbefund: Frauenliteratur und feministische Literaturwissenschaft – Der Ort der Frau im Patriarchat – Standpunkt- und Differenztheorie – «Die Reise nach Hause»: Das Zuhause – Die Gesellschaft – Die Sprache – «Das Haus auf Reisen»: Ein neuer Blick auf das alte Haus – Schwerpunktverlust – Spuren von Utopie – Biobibliographie.