Show Less
Restricted access

Erfindung und Komposition in der Monumentalen Zyklischen Historienmalerei des 14. und 15. Jahrhunderts in Italien

Rudolf Kuhn

Die Historienzyklen in Kirchen und Kapellen nehmen in der Italienischen Malerei des Tre- und Quattrocento einen hervorragenden Platz ein. Dieses Buch gilt der Erfindung und der Komposition solcher Storie, um etwas über das Erzählen zu erfahren. Es gilt der Erfindung von Personen, Orten und Vorgängen, der Figurierung, mehr noch der Disposition, auch dem Schmucke durch besondere Figurenschemata und endlich den Modi und Stillagen der Erzählung. Es gilt ferner dem Rhythmus und, soweit eingesetzt, dem Metrum. Dabei geht es um eine Untersuchung der Kunst zu dem Zwecke, wie L. B. Alberti gesagt hätte, das iudicium zu stärken.
Bevor dieses Buch sich der Malerei zuwendet, geht es auf die zeitgleichen Schriften (Cennini, Alberti) ein, soweit im Hinblick auf Erfindung und Komposition bemerkenswert. In dieser Korrespondenz von Schriften und Werken, von Doctrina und Exempla ist gegenwärtig, was – nach dem Verständnis der Zeitgenossen – die Kunst war.
Aus dem Inhalt: Handwerk als Kunst, Komposition als Kunst – Giottos Reform der Historienmalerei – Masaccios Reform der Figurenfolge – Ältere Zyklen von S. Maria Maggiore bis zum Isaakmeister – Giotto, Martini, Lorenzetti, T. Gaddi, A. Gaddi, Masaccio, Piero della Francesca, Fra’ Angelico, Lippi, Gozzoli, Ghirlandaio – Aus jüngeren Zyklen: Signorelli, Michelangelo, Pontormo, Andrea del Sarto – Episch, Lyrisch, Dramatisch.