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Evolutionsbiologische Konzepte in der Psychiatrie

Martin Brüne and Hedda Ribbert

Der Band behandelt die Entstehungsbedingungen psychischer Erkrankungen aus evolutionsbiologischer Sicht. Für das Verständnis psychischer Krankheiten ist nicht nur das Wissen über die individuelle ontogenetische Entwicklung unverzichtbar, sondern es ist ebenso entscheidend, Erleben und Verhalten in einen überindividuellen, stammesgeschichtlichen Kontext zu stellen. Im Laufe der Menschwerdung sind spezifische psychologische Präferenzen und Mechanismen entstanden, die ursprünglich an bestimmte Umweltgegebenheiten angepasst waren. Die Komplexität unseres Gehirns und die Veränderung unserer natürlichen Umwelt bergen aber auch gewisse Risiken für Fehlfunktionen, die sich beispielsweise in psychischen Störungen zeigen können. Neben einführenden Beiträgen zur Thematik werden exemplarisch depressive Störungen und Suchterkrankungen aus ethologischer Perspektive dargestellt.
Aus dem Inhalt: Martin Brüne/Hedda Ribbert: Vorwort – Konrad Lorenz: Zur Ethologie psychischer Störungen – Wulf Schiefenhövel: Entwicklungslinien von der Humanethologie zur evolutionären Psychiatrie – Martin Brüne/Hedda Ribbert: Evolutionsbiologische Konzepte zum Verständnis psychischer Störungen – Detlev W. Ploog: Psychopathologische Prozesse in neuroethologischer Sicht – Harald G. Wallbott: Mimik und Emotion: Forschungsmethoden und Befunde – Gerhard Medicus/Sigrid Hopf: Der natürliche Unterschied - zur Biologie der Geschlechterdifferenz – Erwin Geerts/Netty Bouhuys: Ethological analyses of nonverbal interactions in depression: nonverbal attunement as a predictor of the subsequent course of depression – Gabriele Haug-Schnabel/Joachim Bensel: Von den verhaltensbiologischen Wurzeln süchtigen Verhaltens – Irenäus Eibl-Eibesfeldt/Gerhard Medicus: Ethologie.