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Komplementarität: Zivilgesellschaft und demokratischer Staat

Zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit im spätsowjetischen Kernkraftdiskurs

Gert-Rüdiger Wegmarshaus

Das theoretische Anliegen der Arbeit besteht darin, die politikwissenschaftliche These zu entwickeln und zu begründen, daß zivile Gesellschaft und demokratischer Staat in einem Verhältnis der Komplementarität, das heißt in einem Verhältnis wechselseitiger Bedingtheit, Abhängigkeit und Ergänzung stehen. Diese Komplementaritätsthese wird theoriegeschichtlich entwickelt unter Einbeziehung quantenphysikalischer Überlegungen von Niels Bohr und unter Rückgriff auf die demokratietheoretischen Ansätze von John Dewey, Hannah Arendt und Jürgen Habermas. Das empirische Untersuchungsziel der Arbeit besteht darin, am Material des spätsowjetischen Krenkraftdiskurses zu zeigen, daß die in der Perestroika entstandene Zivilgesellschaftlichkeit sich als konstitutiv erwies für den politischen Systemwechsel in Russland.
Aus dem Inhalt: Komplementarität in Natur- und Politikwissenschaft – Zur Entwicklung der Zivilgesellschaftsthese in der politischen Theorie – Gesellschaftspolitische Reform und Transformation in der UdSSR – Publizistischer und wissenschaftlicher Kernkraftdiskurs in der Perestroika – Kernkraft- und umweltpolitischer Einstellungswandel in Russland.