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Überwachen und Schlafen

Ursula Voss

Diese Arbeit unternimmt eine evolutionsbiologisch orientierte Synthese der bisherigen Ergebnisse aus Neurologie, Psychologie und Schlafmedizin bezogen auf die Frage «Warum schlafen wir wie». Dies betrifft zum einen die Struktur des Nachtschlafs und zum anderen den Übergang zwischen schlechtem und gutem Schlaf. In Anlehnung an zahlreiche Beispiele aus dem Tierreich wird postuliert, dass der ständige Wechsel zwischen Leicht-, Tief- und REM-Schlaf aus einer biologischen Notwendigkeit resultiert, die Schlafumgebung in regelmäßigen Abständen nach akustischen Gefahrreizen abzutasten. Entsprechend den Hypothesen belegen die durchgeführten Befragungen und experimentellen Studien, dass ein übersteigertes Überwachungsbedürfnis mit leicht störbarem Nachtschlaf einhergeht und anfällig macht für die Ausbildung einer Insomnie-Erkrankung.
Aus dem Inhalt: Physiologische Grundlagen von Wachheit und Schlaf – Schlaf der Tiere – Normaler und gestörter Schlaf – Persönlichkeit und Schlaf – Streß und Schlaf – Schlaf und Bewältigungsmechanismen – Rigide Copingstile Monitoring (Überwachen) und Blunting (Ablenken) und Schlafverhalten.