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Zwischen Trivialität und Postmoderne

Literatur von Frauen in den 90er Jahren

Ilse Nagelschmidt, Alexandra Hanke and Lea Müller-Dannhausen

Dieser Band versammelt Einzelbeiträge, welche in der Gesamtschau einen Überblick zu relevanten Tendenzen der von Frauen geschriebenen Literatur in den 90er Jahren vermitteln. Im Spannungsfeld zwischen Trivialität und Postmoderne werden einzelne Autorinnen wie Hera Lind, Dagmar Leupold, Elfriede Jelinek und Marlene Streeruwitz behandelt. Desweiteren finden sich übergreifende Darstellungen zur Kriminalliteratur, zu autobiographischem Schreiben und zu Texten ostdeutscher Autorinnen. Zwischen Trivialität und Postmoderne versteht sich in der Nachfolge des 1998 zuerst erschienenen Bandes Zwischen Distanz und Nähe. Eine Autorinnengeneration in den 80er Jahren.
Aus dem Inhalt: Ilse Nagelschmidt: Der Frauentext ist tot, es lebe der Frauentext! Blicke und Zugänge. Eine Einführung – Alexandra Hanke: Erweist sich die Suche nach dem ‘weiblichen Subjekt’ als Seifenblase? Beobachtungen zum feministischen Diskurs – Melani Schröter: Die unehrlich verlogene Sauberfrau. Hera Linds Romane 1989-1999 – Marianne Vogel: Ein Unbehagen an der Kultur. Zur Kriminalliteratur deutschsprachiger Schriftstellerinnnen in den 90er Jahren – Margot Kröger: Konstruktion von Identität in autobiographischen Texten von Jüdinnen. Ruth Elias, Ruth Klüger, Grete Weil, Naomi Bubis/Sharon Mehler, Laura Waco – Joanne Sayner: Eine Existenz aus Erinnerung. Grete Weils Leb ich denn, wenn andere leben – Eva Kormann: Speichergeschichten: Selbstvergewisserung zwischen großväterlichen Briefen und mütterlichen Gedächtnislücken. Zu Monika Marons Pawels Briefe – Ilse Nagelschmidt: Schreiben zwischen Zeiten und Orten. Beobachtungen an essayistischen Aussagen und ästhetischen Texten ostdeutscher Autorinnen nach 1989 – Carla Reckling: Zwischen den Zeiten und Orten. Gabriele Stötzer - Eine Einführung – Christiane Adamczyk: Zwischen den Zeiten und Orten. Gabriele Stötzer - Ein Interview – Nikola Roßbach: «Wir sind aus Papier». Selbstreflexivität und Intertextualität in Dagmar Leupolds Roman Edmond: Geschichte einer Sehnsucht, Federgewicht und Ende der Saison – Lea Müller-Dannhausen: Die intertextuelle Verfahrensweise Elfriede Jelineks. Am Beispiel der Romane Die Kinder der Toten und Gier – Maria Stehle und Sabine Harenberg: «Das Schreiben ist für mich eine Art Anti-Verdrängungsstrategie». Themen und Formen in Marlene Streeruwitz‘ Theaterstücken und Prosawerk – Andrea Geier: Weiterschreiben, Überschreiben, Zerschreiben: Affirmation in Dramen- und Prosatexten von Elfriede Jelinek und Marlene Streeruwitz.