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Creative Writing in England, den USA und Deutschland

Kulturelle Hintergründe, literaturwissenschaftlicher Kontext, institutioneller Bezug

Barbara Glindemann

Genauso wie ein Schreibworkshop funktioniert das Buch synergetisch über interdisziplinäre Sprünge und integratives Denken. Creative Writing wird als akademische Disziplin und als lehr- und lernbare Kulturtechnik vorgestellt. Als lebendige Forschung auf hohem, theoriegeleitetem Niveau, deren Ergebnisse zur Basis neuer kreativer Projekte werden. Während in der angloamerikanischen Tradition dieses Konzept längst zur Institutionalisierung eines literaturpraktischen Studiums mit Magisterabschluß führte, bestehen in Deutschland bisher nur vereinzelte Ansätze mit geringem Austausch untereinander. Inwieweit die deutsche Genieästhetik und Rhetorikverachtung der Romantik dafür Rechnung trägt, wird gezeigt. Der interdisziplinäre Argumentationsansatz kombiniert Rhetorik, Kreativitätspsychologie, Kunstpädagogik, Diskurstheorie, Kurrikulargeschichte – ihre Schnittstellen geben neue Aufschlüsse. Die praktische Umsetzung dieser Theorieelemente und deren Kulmination zum Lehrplan wird anhand einer mikrologischen Untersuchung der Schreibstudiengänge Großbritanniens demonstriert. Die Arbeit enthält zahlreiche konkrete Vorschläge für Schreibworkshops und endet mit der Anleitung zur Entwicklung einer persönlichen Poetik.
Aus dem Inhalt: Entstehungsgeschichte des Creative Writing in den USA, England und Deutschland – Genieästhetik und Bedeutung von Rhetorikkonzepten für das Schreiben – Kreativitätsforschung – Diskurstheorie – Schreibstudiengänge in Großbritannien – Perspektiven für Absolventen – Creative Writing und der Literaturmarkt – Persönliche Poetik.