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Corpi/Körper

Körperlichkeit und Medialität im Werk Pier Paolo Pasolinis

Peter Kuon

Diese Arbeit wurde mit dem Premio Flaiano 2002 für Italianistik ausgezeichnet.
«Coperto di cicatrici, sono riuscito a sopravvivere» (Pasolini) – Das problematische Verhältnis zu seinem eigenen – homosexuellen – Körper erklärt die überragende Bedeutung, die das Thema der Körperlichkeit in Pasolinis gesamtem Schaffen einnimmt, von den frühen Narziß-Gedichten bis zu Salò und Petrolio. In den schönen und häßlichen, erhabenen und grotesken, unschuldigen und verdorbenen, in den kreatürlichen, leidenden, gekreuzigten Körpern seiner Protagonisten macht Pasolini seine Gesellschaftsutopie und Gesellschaftskritik sinnlich erfahrbar. Doch der Körper ist nicht allein autobiographische Obsession, thematische Konstante, Projektionsfläche utopischer Hoffnungen und apokalyptischer Ängste, sondern die zeichentheoretische Grundkategorie einer intermedialen Ästhetik, deren Originalität erst in jüngster Zeit wiederentdeckt wird.
Aus dem Inhalt: Peter Kuon: Corpi/Körper: Pier Paolo Pasolini – Angela Oster: ‘Il gran salto’ - Pier Paolo Pasolinis häretische Poetologie des Kinos – Fabien S. Gérard: Una passione per le immagini – Roberto Calabretto: Corpi danzanti nel cinema e nella narrativa di Pier Paolo Pasolini – Birgit Wagner: La Ricotta. Körper, Medien, Intermedialität – Gerhild Fuchs: Die Unschuld der Körper als Utopie: Pasolinis Trilogia della vita – Luciano De Giusti: L’oralità poetica nel cinema – Hermann H. Wetzel: «Il mondo non mi vuole più e non lo sa» Zur Ikonographie einer späten Zeichnung Pasolinis – Sabine Kleine-Roßbach: Literaturkörper - Filmkörper: Sades 120 journées de Sodome und Pasolinis Salò o Le 120 giornate di Sodoma – Irmgard Scharold: «...come una cateratta» - Der Strom des Begehrens: Petrolio, Pasolinis finaler Zeichenpotlatsch – Michael Aichmayr: Pasolini-Rezeption im italienischen Film der Gegenwart.