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Steigen und Stürzen

Der Mythos von Ikarus

Erich Unglaub

Die Gestalt des Ikarus gehört seit der Antike zu den grundlegenden Mythen der abendländischen Kunst und Literatur. Vor allem durch Ovids Metamorphosen hat er Eingang in den Bildungskanon gefunden und ist seitdem aus dem öffentlichen Bewusstsein nicht mehr verschwunden. Allerdings sind Sage und Figur des Ikarus stets für Veränderung und Neuinterpretation offen gewesen. Dieser Wandel von Gestalt und Aussage des Mythos wird mit Methoden der Komparatistik an ausgewählten Beispielen aus bildender Kunst und Literatur untersucht. Ikarus als Verkörperung des ‘Traums vom Fliegen’, des ‘ungehorsamen Sohns’, des ‘exzessiv Liebenden’, des ‘Dichters’ wie des ‘modernen Menschen’ sind wichtige Stationen der Untersuchung.
Aus dem Inhalt: Das literarische Erbe der Antike – Ikarus - der bestrafte Hochmut im Mittelalter – Ikarus und die Liebe – Ikarus ein Dichter – Der ästhetische Exzess – Pieter Bruegels ‘Ikarus’ – Prismen und Archive eines neuen Ikarus – Technische Ambivalenzen – Das politische Exempel in der Literatur – Ikarus im Bildungssystem der Schule.