Show Less
Restricted access

Naturalismus, Reduktion und die Bedingungen von Gedanken

Gabriele Mras

Das Urteil über die letzten Jahrzehnte in der Philosophy of Mind ist durchaus ein gemischtes. Das Gefühl, daß die jeweiligen Theorieansätze etwas verfehlen, das entscheidend für das Verständnis des menschlichen Geistes ist, ist den meisten resümierenden Befunden gemein: stehen doch die Anstrengungen, den gedanklichen «Bezug» auf die Welt zu erklären, am Ende genau vor dem als Resultat, was ursprünglich vermieden werden sollte: die Reduktion des propositionalen Gehalts von Gedanken auf deren subjektive oder objektive Grundlagen. Eben deswegen soll in dieser Arbeit nicht bei einer kritischen Beurteilung der in den letzten Jahrzehnten in der Philosophy of Mind angestrebten Erklärungen menschlichen Handelns und Denkens stehengeblieben werden. Vielmehr sollen die Anliegen, aus denen heraus die Frage nach dem Verhältnis des Geistes zur Welt gestellt wird, aufgedeckt werden. Der Nachvollzug der besonderen Erklärungsansätze von Intentionalität wäre so auch fruchtbar gemacht für Überlegungen, unter welchen Bedingungen allein sich der Bereich des Psychischen untersuchen läßt.
Aus dem Inhalt: Philosophie des Geistes – Intentionalität – Paradoxon des intentionalen Bezugs – Bedingung der Zuschreibung von Gedanken – Behaviourismus – Type- und Token-Physikalismus – Folk-Psychology – Language of Thought – Naturalisierte Theorien der Intentionalität.