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«man erzählt Geschichten, formt die Wahrheit»

Thomas Mann – Deutscher, Europäer, Weltbürger

Michael Braun and Birgit Lermen

Als «Sohn Deutschlands, zunächst, Europas, dann, des Westens schließlich und, [s]einer Nationalität nach, Amerikaner» ist Thomas Mann ein in hohem Maße repräsentativer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk manifestieren sich Krisen und Wendepunkte, die eng mit denen der deutschen Geschichte verbunden sind. Seine Wandlungen vom Stichwortgeber der konservativen Revolution zum Verfechter der Demokratie und zum Gegner der völkischen und reaktionären Tendenzen der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur wie auch seine Bekenntnisse zum überzeugten Europäer und Weltbürger bilden ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte von Literatur und Politik des 20. Jahrhunderts. Der Sammelband vereinigt Aufsätze von Literaturwissenschaftlern, Schriftstellern, Medizinhistorikern und Politikern, die Facetten des motivreichen und zukunftsbeständigen Werkes von Thomas Mann beleuchten.
Die Herausgeber: Michael Braun ist Leiter des Referats Literatur der Konrad-Adenauer-Stiftung und Privatdozent an der Universität zu Köln.
Birgit Lermen ist Professorin für neuere deutsche Literatur an der Universität zu Köln.