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Multikulturalität und Multikulturalismus in Bosnien-Herzegowina

Eine Fallstudie zu Herausbildung, Bedeutung und Regulierung kollektiver Identität in Bosnien-Herzegowina

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Sanda Cudic

War Bosnien-Herzegowina ein Völkergefängnis oder ein Musterbeispiel für friedliches multikulturelles Zusammenleben? Diese Studie untersucht die ethnoreligiöse Vielfalt der bosnisch-herzegowinischen Bevölkerung, ihre Multikulturalität und die Repräsentation dieser Vielfalt in den Institutionen des Rechts und der Politik – den Multikulturalismus. Dabei wird aufgezeigt, daß der zentrale Defekt sozialistischer Gesellschaften darin bestand, daß in ihrem universalistischen Verständnis von Gleichberechtigung das Recht auf Differenz (von Gruppen und Individuen) systematisch ausgeschlossen blieb. Gerade an den multikulturellen Konflikten zeigt sich, daß sie nicht ein für allemal, mit einem verfassungsrechtlichen Federstrich aus der Welt zu schaffen sind, sondern daß es rechtlicher und institutioneller Formen bedarf, mit denen Menschen es lernen, ihre unstillbaren Konflikte demokratisch zu lösen.
Aus dem Inhalt: Analyse von ethnoreligiöser Vielfalt in Bosnien-Herzegowina (Multikulturalität) und ihrer Repräsentation in den Institutionen des Rechts und der Politik (Multikulturalismus) – Historische Darstellung der Herausbildung der nationalen Identitäten in Bosnien-Herzegowina – Nationalitätenpolitik während des sozialistischen Regimes.