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Lebensgeschichte, Authentizität und Zeit

Zur Hermeneutik der Person

Christine Kramer

Was ist personale Identität? Läßt sich das Leben von Personen angesichts der sozialen und kulturellen Herausforderungen moderner Gesellschaften nur noch als konstruierte Geschichte begreifen? Seit einigen Jahren wird die Identitätsdebatte vom Standpunkt einer Narrativitätstheorie geführt. Das Buch diskutiert die exponiertesten Ansätze jüngster Zeit von Richard Rorty, Charles Taylor, Martha C. Nussbaum und Hans Blumenberg. Anhand der zentralen Begriffe Authentizität, personale Zeitverhältnisse, Moralität und Metapher ebnet das Buch den Weg für eine Narrativitätstheorie, die das traditionelle Modell hermeneutischer Lebens- und Selbstinterpretation mit kontingenztheoretischen Diagnosen narrativer Identitätskonstruktion versöhnt. Die komplexe Problematik einer authentischen Lebensgeschichte wird zudem anhand der Autobiographie von Jean-Jacques Rousseau aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: «Selbsterfindung» – Ironie und Kontingenz – Emotion und Moral – Selbstinterpretation und Lebenspläne – Autobiographie und Authentizität – Narrativität ohne Ethik?