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Häftlinge aus der UdSSR in Bergen-Belsen

Dokumentation der Erinnerungen- «Ostarbeiterinnen» und «Ostarbeiter», Kriegsgefangene, Partisanen, Kinder und zwei Minsker Jüdinnen in einem deutschen KZ

Hans-Heinrich Nolte

Über 100 ehemalige Insassen des Konzentrationslagers Bergen-Belsen aus der Ukraine, Rußland und Belorußland haben Studenten der Osteuropäischen Geschichte am Historischen Seminar der Universität Hannover in ihrer Heimat befragt. Überwiegend waren es ehemalige «Ostarbeiter», welche besucht und interviewt wurden oder mit denen man Briefe wechselte. Bei Besuchen in Deutschland, nicht zuletzt in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers, traf man sich erneut. Damit entstand ein breiter Fundus an Erfahrungen und Erinnerungen, aus dem eine ausgewogene Dokumentation erstellt wurde. Sie verdeutlicht den allgemeinen Charakter, aber auch die Vielfalt der Erfahrungen bei der Zwangsarbeit und in nationalsozialistischen Lagern aus der Sicht der Betroffenen, klärt aber auch die Schicksale vor dem Beginn des Krieges und nach der Rückkehr. Es handelt sich um einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die Entschädigung der Zwangsarbeiter und zur Geschichte der Opfer beider Diktaturen im Zweiten Weltkrieg.
Aus dem Inhalt: Hans-Heinrich Nolte: Häftlinge aus der UdSSR in Bergen-Belsen – Galina Wagner: Wege ins KZ – Ilse Koppe: Kraft zum Überleben – Jens Binner: Die Repatriierung und das Leben in der Sowjetunion – Hans-Heinrich Nolte: Der Gang unserer Forschungen.