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Transplantationsmedizin und personale Identität

Medizinische, ethische, rechtliche und theologische Aspekte der Organverpflanzung

Hans Köchler

Durch die rasante Entwicklung der Transplantationsmedizin ist der Mensch der modernen Industriegesellschaft mit bisher nicht gekannten ethischen Dilemmata konfrontiert. Die mannigfachen Normenkonflikte, welche aus der Disparität der medizintechnischen Möglichkeiten auf der einen und des traditionellen Selbstverständnisses des Menschen als Person auf der anderen Seite resultieren, können nicht einfach durch Verweis auf moralische «Autoritäten» oder gemeinsame «Wertvorstellungen» gelöst werden. Das Selbstverständnis des Menschen – hinsichtlich seiner psychophysischen Einheit wie seiner unveräußerlichen Individualität – muß angesichts der Möglichkeiten der modernen Transplantationsmedizin neu erarbeitet werden. Dies kann nur im interdisziplinären Gespräch von Medizinern, Philosophen, Theologen und Juristen geschehen.
Aus dem Inhalt: Helmut Reinalter: Einleitende Bemerkungen – Ludwig Ch. Müller: Motivationen des Transplantationschirurgen – Iradj Mohsenipour/M. Stippler: Neuralgewebetransplantation - Experimentelle Ansätze und Anwendung in der Medizin – Elmar Waibl: «Dein ist mein ganzes Herz!»? - Gerechtigkeitsfragen in der Transplantationsmedizin – Anton Leist: Organgewinnung als Gegenstand sozialer Gerechtigkeit – Bettina Schöne-Seifert: Organtransplantation und Autonomie - Ethische Überlegungen – Heinz Barta: Rechtsdenken und Organtransplantation - Rechtliche Rahmenbedingungen der Transplantationsmedizin – Walter Schaupp: Organtransplantation und christliches Liebesgebot - Zur Relevanz eines zentralen Prinzips christlicher Ethik für Fragen der Organspende.