Show Less
Restricted access

Zwischen gestern und übermorgen

Südasiatische Frauen im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft, Politik und Spiritualität

Traude Pillai-Vetschera

Die Probleme und Wertvorstellungen der Frauen hinduistischer Mittel- und Oberschichten Südasiens werden oft als allgemeingültig für diese gesamte Region dargestellt. Das vorliegende Werk befasst sich mit Frauen außerhalb der traditionellen, brahmanisch ausgerichteten Hindugesellschaft. Die Autorinnen, großteils Wiener Ethnologinnen, verbrachten Monate bei unterschiedlichen Kommunitäten in Indien, Nepal und Sri Lanka. Sie berichten von den größeren Freiräumen, die sich Frauen hier teilweise noch erhalten konnten, aber auch vom zunehmenden Druck der Hindugesellschaft, sich deren Werten und Verhaltensmustern anzupassen. Die ursprünglich offeneren Gesellschaften beginnen sich zum Nachteil der Frauen zu verändern: Tätigkeiten der Frauen werden stärker auf den häuslichen Bereich beschränkt, Mitgiftzahlung bei der Verheiratung gefordert, die Witwenheirat verboten.
Aus dem Inhalt: Eva Schwab: Weibliche Individualität in der Geschlechterbeziehung bei den Yolmuwa Zentralnepals – Dagmar Eigner: Von der Ziegenhirtin zur Stadtschamanin – Sabine Leder: Das Fest der Frauen – Eva Wallensteiner: Am Rande der Gesellschaft - Das Leben der Nacnis von Puruliya – Gabriele Khan-Svik: Muslimische Frauen in Indien – Traude Pillai-Vetschera: Ambedkars Erbinnen - Dalitfrauen in Maharashtra – Johanna M. Leinmüller: Die Straßenmädchen von Bangalore – Marianne Nürnberger: «Zwischenordnung» - Macht und Ohnmacht neuer singhalesischer Ritualistinnen – Barbara Preitler/Sussindaran Straube: Frauen im srilankischen Parlament – Petra Buchbauer: Hindu-Frauen zwischen Moderne und Traditionalität - Ein kurzer Einblick in das Leben hinduistischer Frauen in Wien – Eva Fels: Das Geschlecht jenseits der Dualität.