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Sanierung und Entwicklung umweltbelasteter Räume

Modellvorhaben in einer ehemaligen Uranbergbauregion

Bernhard Müller, Jörg Rathmann and Peter Wirth

Wenn sich Umweltschäden häufen, können sie die Entwicklung der betroffenen Gemeinden stark behindern. Die Kommunen selbst sind mit der Lösung der Probleme meist überfordert. Gefragt ist in dieser Situation eine verstärkte Unterstützung von außen, zum Beispiel durch den Staat und die Regionalplanung. Mit der planerischen Ausweisung von Sanierungs- und Entwicklungsgebieten und der Initiierung von Umsetzungsprojekten in so genannten Aktionsräumen schlägt die Raumordnung einen neuen Ansatz vor. Am Beispiel des ehemaligen Uranbergbaugebietes um Johanngeorgenstadt in Südwestsachsen wurde die praktische Umsetzung dieses Instruments in einem Modellvorhaben von 1997 bis 2001 erprobt. Trotz beachtlicher Fortschritte in der Testregion wird deutlich, dass die Lösung komplexer Entwicklungsprobleme mittel- bis langfristige Lösungsstrategien und die Einbeziehung zahlreicher Akteure erfordert.
Aus dem Inhalt: Grundlagen für die Sanierung und Entwicklung in Gebieten mit gravierenden Umweltschäden – Instrumente zur Problembewältigung in umweltbelasteten Räumen – Problemlösung durch neue raumordnerische Instrumente? – Empirische Ergebnisse im Sanierungs- und Entwicklungsgebiet Uranbergbau um Johanngeorgenstadt – Empfehlungen zur Ausgestaltung des neuen raumordnerischen Instruments.