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Wirklichkeiten von Stimmen

Grundlegung einer Theorie der medialen Erfahrung

Kristin Westphal

Fasziniert von den Bilderwelten der Neuen Medien verbleibt die allgemeine Debatte meist in der kulturhistorisch interpretierbaren Blickbeschränkung auf die Augen und das Sehen. Hier wird nun die Stimme als Beispiel für das Konkrete, für Erfahrungsvollzüge herangezogen, um von da aus das grundlegend medial angelegte Verhältnis des Menschen zur Welt zu reflektieren und pädagogisch auszuwerten. Die Technik bricht nicht von außen in die Stimme ein, Künstlichkeit ist bereits von Anfang an in ihr am Werk. Künstlichkeit und Natürlichkeit sind von daher integraler Bestandteil jeder Erfahrung. Jede Erfahrung und Wahrnehmung ist durch strukturelle Differenzen gekennzeichnet. Wenn nun alle Erfahrungen medial strukturiert sind, dann setzt sich diese Strukturierung auch auf neue und andere Weise in den Medien fort. Referenztheorien für die Analyse sind neuere leibphänomenologische und anthropologische Forschungen, auf deren Grundlage die unterschiedlichen Erscheinungsformen der menschlichen Stimme in den technisch analogen und digitalen Reproduktionsmedien untersucht werden, die seit rund 100 Jahren unser Wirklichkeitsverständnis und -verhältnis verändert haben. Dokumentationsmaterial wird auf einer beiliegenden CD-ROM vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Philosophisch-anthropologischer und pädagogischer Zugang zu Medien am Beispiel der Stimme – Analyse physiologisch-anatomischer und phänomenaler Konzepte von Stimme – Medientheorie: Phänomenanalyse der Stimme-im-Medium – Kulturelle Praxis: Stimmanalysen – Neue Paradigmen für eine mediale Bildung und Erfahrung.