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Zwischen Frankreich und dem Reich

Die elsässische Dekapolis nach dem Westfälischen Frieden

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Christian Ohler

Die Auseinandersetzung um den Zehnstädtebund hielt nicht nur das Elsaß, sondern auch das Heilige Römische Reich deutscher Nation, Frankreich und Europa in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Atem. Ausgangs-, Dreh- und Angelpunkt waren unklare Bestimmungen im Westfälischen Frieden, der Frankreich unter anderem den souveränen Besitz der Reichslandvogtei Hagenau einbrachte. Infolge der engen Bande zwischen Städtebund und Landvogtei stellte sich damit die Frage nach dem veränderten Status der zehn Reichsstädte. Nach einer grundlegenden Einführung zum Aufbau und zur Organisation der Dekapolis widmet sich diese Arbeit den vielschichtigen politischen, diplomatischen und militärischen Auseinandersetzungen um die elsässischen Vereinsstädte. Grundlage ist ein breites Spektrum an vielfach bisher unerschlossenen Quellen im Elsaß, in Paris und in Wien. Neben der großen Politik ermöglichen diese Dokumente wiederholt Einblicke in das alltägliche Leben am Oberrhein.
Aus dem Inhalt: Aufbau und Organisation des elsässischen Zehnstädtebundes – Verhältnis zur Landvogtei Hagenau – Umstrittene Bestimmungen im Westfälischen Frieden – Etablierung der französischen Herrschaft im Elsaß – Auseinandersetzungen auf den Reichsversammlungen nach 1648 – Diplomatisches Ringen zwischen Frankreich und dem Reich – Reunionen – Schicksal der Städte in Jahren des Krieges – Etablierung der französischen Souveränität – Ausblick.