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Sehet – dieser Mensch

Anthropologie, Kriminologie und Kriminalanthropologie als Grundwissenschaften eines interkulturellen Weltkriminalrechtes

Siegfried Haddenbrock

Drei geistes- und sozialgeschichtliche Schritte der letzten 200 Jahre haben tiefgreifende Folgen für Theorie und Praxis jedes menschlichen Kriminalrechtes: die Erkenntniskritik Kants, die etwa zeitgleich einsetzende kriminologische Forschung und, in jüngster Zeit, die kommunikationstechnologische «Vernachbarung» räumlich und geistig weit entfernter Völker und Kulturen. Die heute ebenfalls grenzüberschreitend organisierte Kriminalität, vor allem die mit terroristischer Gewalt – kulminierend im New Yorker Massenmord am 11.09.2001 – machen nicht nur den bereits vorbereiteten Weltstrafgerichtshof dringend. Dieser benötigt ein interkulturell akzeptables, d.h. anthropologisch begründetes forensisches Grundkonzept. Unumgänglich ist dabei die menschengerechte Normierung der Unterscheidung von strafrechtlich schuldfähigen, d. h. für ihre Taten rechtlich verantwortlichen Tätern von solchen, die es nicht oder nur vermindert sind. Um eine nicht ideologisch sondern anthropologisch begründete und praxistaugliche Methodologie für diese Differenzierung bemüht sich dieses Buch.
Aus dem Inhalt: Zur Geschichte und Situation des Verständnisses menschlicher Selbstbestimmung – Eine - noch heute aktuelle - strafjuristisch-psychiatrische Prinzipiendiskussion vor 170 Jahren – Vorschlagsentwurf für 10 Präambelthesen eines anthropologisch fundierten Weltstrafgesetzbuches (WStGB) – Gerechte Todesstrafe?