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Der verhaltene Gang in die deutsche Einheit

Das Verhältnis zwischen den Oppositionsgruppen und der (SED-)PDS im letzten Jahr der DDR

Markus Trömmer

Der Umbruch in der DDR im Herbst 1989 war gekennzeichnet vom Gegensatz zwischen der SED und den Oppositionsgruppen. Nach dem einsetzenden Wandel der SED im Dezember 1989 waren jedoch durchaus Parallelen zwischen beiden Seiten erkennbar. Auch die Oppositionsgruppen hatten mehrheitlich einen reformsozialistischen Anspruch und lehnten eine rasche Vereinigung der beiden deutschen Staaten ab. Diese Arbeit analysiert auf der Basis umfangreicher Quellenstudien und Interviews die programmatische und inhaltliche Übereinstimmung und arbeitet die vielfältigen Kontakte und Kooperationsansätze zwischen Teilen der Opposition und der (SED-)PDS heraus. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, worauf die heute sehr unterschiedliche Haltung der ehemaligen Oppositionellen gegenüber der PDS beruht.
Aus dem Inhalt: Die Bedeutung der Reformen Gorbatschows – Die Formierung der Oppositionsgruppen – Die Entwicklung der SED im Herbst 1989 – Ansätze einer Verständigung – Institutionalisierte Zusammenarbeit – PDS und Oppositionsgruppen in Gegnerschaft zur Regierung de Maizière – Etappen auf dem Weg zur ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl – Ankunft und Entwicklung der Organisationen im vereinten Deutschland – Versuche des Anknüpfens an Ideale des Aufbruchs – Die fortschreitende Differenzierung der ehemaligen Opposition gegenüber der PDS.