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Englische Komplementstrukturen

Schematische und prototypische Bedeutungen

Sonja Kleinke

Kann Gerundien, Infinitivkonstruktionen und finiten Komplementsätzen eine schematische, kategoriebestimmende Bedeutung zugeordnet werden? Welche Rolle kommt dabei den prototypischen, nicht-kategorialen Bedeutungen zu? Nach einer ausführlichen kritischen Würdigung der Forschungsliteratur wird auf der Grundlage des kognitiven Modells Langackers und des Lyonsschen Entitätenmodells ein semantisches Verknüpfungsmodell entwickelt, das auf bidirektionalen Toleranzbeziehungen zwischen Matrixverb und Komplementstruktur beruht. Den Komplementstrukturen wird auf einer fein gegliederten Entitätenskala ein spezifischer Entitätenstatus als schematische Kategoriebedeutung zugewiesen. Zusätzliche prototypische, eher durch das Matrixverb bestimmte Bedeutungsaspekte werden als Familienähnlichkeiten interpretiert.
Aus dem Inhalt: Semantische Beschreibungsansätze für englische Komplementstrukturen – Verbkomplementierung im kognitiven Beschreibungsmodell Ronald Langackers – Nominalisierungen bei Lyons und Dik – Das Entitätenmodell – Schematische und prototypische Bedeutungen englischer Komplementstrukturen als Verknüpfungsmodell – Die schematische Bedeutung von to-infinitive-Konstruktionen – Die schematische Bedeutung von Gerundien – Prototypische Bedeutungen und Familienähnlichkeiten von to-infinitive-Konstruktionen und Gerundien als Netzwerke.