Show Less
Restricted access

Gottfried Benn 1886 - 1956

Referate des Essener Colloquiums zum hundertsten Geburtstag

Series:

Glaser and Glaser

«Dieser Haß, den ich mein Leben lang erzeugte, ist mir ein Rätsel. Aber tut nichts. Ich mag nur einen makabren, anrüchigen Ruhm, keinen lauteren idealistischen.» Diese Worte Benns galten zu seinen Lebzeiten und noch lange nach seinem Tode. Denn der Ruhm, den er nach Kriegsende mit den 'Statischen Gedichten' errang, ging in den siebziger Jahren sichtlich zu Ende, und es begann die Phase der politischen Abrechnung mit dem Dichter. Das Essener Colloquium, dessen Referate hier vorgelegt werden, fühlte sich frei von der Verpflichtung, eine politische Rehabilitierung Benns versuchen zu müssen. Es stellte sich vielmehr die Frage, worin denn nun die ästhetische Faszination eines Autors gründet, der im selben Augenblick kurrente Ideologien vertrat und doch Gedichte schrieb, die seine Epoche überdauerten.
Aus dem Inhalt: Benn und die Postmoderne - Der dionysische Lettrist - Rückzug in die Ausdruckswelt - Verhältnis zu Nietzsche - Briefwechsel mit Oelze - Interpretationen.