Show Less
Restricted access

Der Kreuzgang

Ein Bautypus des Mittelalters

Rolf Legler

Der Kreuzgang ist das zentrale Motiv der abendländischen Klosterbaukunst. Die Forschung hat sich fast ausschließlich mit dem Kirchengebäude auseinandergesetzt. Eine ernstzunehmende Forschung zum Kreuzgang gibt es bislang nicht. Entgegen anderslautenden Theorien ist der Kreuzgang weder aus dem syrischen Klosterbau ins Abendland gelangt, noch hat er bereits in Benedikt von Nursias Montecassino existiert. Seine Vorbilder waren auch nicht städtische Klerikerklöster oder römische Landvillen. Der Kreuzgang ist eine mittelalterliche Neuschöpfung aus der Zeit der Anianischen Reform. Die ältesten mit Sicherheit eruierbaren Klaustralanlagen, die auch mit einem Kreuzgang ausgestattet waren, sind Lorsch II und die Idealzeichnung des Klosterplanes von St. Gallen.
Das Buch gibt einen Überblick über Formwandel und Niedergang des monastischen Architekturmotivs Kreuzgang in Form einer Morphologie des Typus, vorwiegend an Hand von Beispielen in Frankreich und Italien.
Aus dem Inhalt: Das Buch besteht aus drei Teilen. Teil I beschäftigt sich kritisch mit der Forschungsgeschichte und den bisherigen Herleitungsmodellen. Schließlich wird aufgrund der Geschichte des benediktinischen Mönchtums eine wahrscheinliche Entstehungszeit eruiert.
Teil II beschäftigt sich mit Definition, Typusfrage und Morphologie des Kreuzganges.
Teil III verifiziert an italienischen Beispielen Teil II.